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Kraftwerk im Wybelsumer Polder
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Am Wybelsumer Polder soll ein Kohlekraftwerk entstehen. Wie stehst Du dazu?
Ist mir egal / Bin unentschlossen
5%
 5%  [ 1 ]
Bin dagegen
61%
 61%  [ 11 ]
Bin dafür
33%
 33%  [ 6 ]
Stimmen insgesamt : 18

Autor Nachricht
zanderrama



Anmeldedatum: 14.02.2008
Beiträge: 91
Wohnort: Emden

BeitragVerfasst am: Fr., 07.03.2008, 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Exitone hat Folgendes geschrieben:
zanderrama hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Aber Hausbau .. es muss nicht jeder ein Haus haben, also kann man es in der Investition ruhig etwas teurer machen. Langfristig ist es ja deutlich billiger durch die Energiekosteneinsparungen über die Jahre..

Was ist das denn für ein Blödsinn??


Blödsinn sehe ich da auch beim besten willen nicht.

Rechne mal nach, was günstiger ist. Kaufe dir ein gebrauchtes Haus und addiere die noch nötigen Investitionen zu. Zudem läufst Du Gefahr das in Zukunft kostenintensive Reparaturen anfallen. Zudem kommen höhere Nebenkosten für Energie und auch Wärme.

Oder baue ein neues Haus. Gute Wärmedämmung und die Garantie das die nächsten 15 bis 20 Jahre das Dach, die Fenster und auch die Heizung nicht erneuert werden müssen. Kein Risiko wegen Neufinanzierung usw.

Zudem kommen noch andere gestalterische Vorteile, die allerdings Finanztechnisch außer acht bleiben.

Diese Entscheidung muß allerdings jeder für sich treffen. Kriterien spielen eine Rolle wie das Umfeld und natürlich Familienverhältnisse. Das dieses nicht für jeden gleich zutrifft, räume ich ein und es wird ein Streittema sein wie 60 Jahre lang Miete zahlen oder halt etwas kaufen.

Gruß EXE


...halloooo....das meine ich doch. Es muss aber im Rahmen bleiben.
Alles was zur Energieeinsparung beim Haus(-bau) Sinn ( darum geht es ) macht, sollte natürlich durchgeführt werden. ABER, das ganze muss natürlich auch für den einzelnen finanzierbar bleiben. Ich kann ein Eigenheim natürlich komplett autark mir irgendwo hinsetzen und keinen Energieverbrauch verursachen. Es nützt mir aber nichts, wenn ich mich dafür hoffnungslos verschulde.

Zitat:
ein Kohlekraftwerk... DANKE ROT-GRÜN für die Abschaffung der Kernkraftwerke...

habe ich da einen Denkfehler, oder erzeugt das Verbrennen von Kohle - einem fossilen Brennstoff - in einem Kohlekraftwerk nicht unmengen CO²? Aber nein, die bitter Bösen AKW's müssen ja unbedingt vom Netz, damit die BRD sich dann von einem Strom-Export-Land in ein Strom-Import-Land verwandelt...

im übrigen... was bringt es das nur wir in Deutschland die Kernkraftwerke abschalten, alle anderen nicht... Kernkraftwerke stehen immer in Grenznähe (komisch, oder?), d.h. das bei einem evtl. Störfall in Holland, Belgien, Frankreich usw bekommen wir den Mist auch mit ab...

Stimme vollkommen zu......
Gibt aber CO2-Abscheider..
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Exitone



Anmeldedatum: 14.12.2005
Beiträge: 151
Wohnort: Emden

BeitragVerfasst am: Fr., 07.03.2008, 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

zanderrama hat Folgendes geschrieben:
Exitone hat Folgendes geschrieben:
zanderrama hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Aber Hausbau .. es muss nicht jeder ein Haus haben, also kann man es in der Investition ruhig etwas teurer machen. Langfristig ist es ja deutlich billiger durch die Energiekosteneinsparungen über die Jahre..

Was ist das denn für ein Blödsinn??


Blödsinn sehe ich da auch beim besten willen nicht.

Rechne mal nach, was günstiger ist. Kaufe dir ein gebrauchtes Haus und addiere die noch nötigen Investitionen zu. Zudem läufst Du Gefahr das in Zukunft kostenintensive Reparaturen anfallen. Zudem kommen höhere Nebenkosten für Energie und auch Wärme.

Oder baue ein neues Haus. Gute Wärmedämmung und die Garantie das die nächsten 15 bis 20 Jahre das Dach, die Fenster und auch die Heizung nicht erneuert werden müssen. Kein Risiko wegen Neufinanzierung usw.

Zudem kommen noch andere gestalterische Vorteile, die allerdings Finanztechnisch außer acht bleiben.

Diese Entscheidung muß allerdings jeder für sich treffen. Kriterien spielen eine Rolle wie das Umfeld und natürlich Familienverhältnisse. Das dieses nicht für jeden gleich zutrifft, räume ich ein und es wird ein Streittema sein wie 60 Jahre lang Miete zahlen oder halt etwas kaufen.

Gruß EXE


...halloooo....das meine ich doch. Es muss aber im Rahmen bleiben.
Alles was zur Energieeinsparung beim Haus(-bau) Sinn ( darum geht es ) macht, sollte natürlich durchgeführt werden. ABER, das ganze muss natürlich auch für den einzelnen finanzierbar bleiben. Ich kann ein Eigenheim natürlich komplett autark mir irgendwo hinsetzen und keinen Energieverbrauch verursachen. Es nützt mir aber nichts, wenn ich mich dafür hoffnungslos verschulde.


Schön, das du das so meintest, aber mit "Was ist denn das für ein Blödsinn, " ist sicherlich deine Aussage etwas anders zu interpretieren.
Zitat:

Zitat:
ein Kohlekraftwerk... DANKE ROT-GRÜN für die Abschaffung der Kernkraftwerke...

habe ich da einen Denkfehler, oder erzeugt das Verbrennen von Kohle - einem fossilen Brennstoff - in einem Kohlekraftwerk nicht unmengen CO²? Aber nein, die bitter Bösen AKW's müssen ja unbedingt vom Netz, damit die BRD sich dann von einem Strom-Export-Land in ein Strom-Import-Land verwandelt...

im übrigen... was bringt es das nur wir in Deutschland die Kernkraftwerke abschalten, alle anderen nicht... Kernkraftwerke stehen immer in Grenznähe (komisch, oder?), d.h. das bei einem evtl. Störfall in Holland, Belgien, Frankreich usw bekommen wir den Mist auch mit ab...

Stimme vollkommen zu......
Gibt aber CO2-Abscheider..


Ob nun Atomkraftwerke oder Kohlekraftwerke, ist im prinzip eine Grundsatzfrage. Allgemeiner Tenor ist doch, das beides Mist ist.
Ob nun Rot/Grün oder Schwarz Kohlekraftwerke bauen wollen, ist hier derzeit auch nicht die Frage. Im ganzen ist der Ausstieg aus der Atomkraft doch nur der erste Schritt. Was meint ihr wie es aussehen würde wenn alle Umweltverschmutzer verboten werden, da würde noch nichtmal eine Kerze brennen.

Nun sollte uns endlich mal Klar sein, das wir mit Egoismus hier nicht weiter kommen. Wenn wir in einer besseren Umwelt leben wollen, dann müssen wir auch etwas dafür tun.
Was sollen wir den den nächsten Generationen sagen, Lebt in dem Dreck, weil wir auf Luxus nicht verzichten wollten, schade, das ihr alle Lungenkrank seid, weil Atomkraft und Kohlekraftwerke so effektiv waren und Windkraft haben wir nicht genutzt weil es so laute Geräusche von sich gab. Zudem haben alle anderen auch Dreck verursacht.

Na, dann gute Nacht.


Gruß EXE
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zanderrama



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BeitragVerfasst am: Fr., 07.03.2008, 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Der von mir benannte Blödsinn bezieht sich auf dieser vollkommen inakzeptablen Aussage, es bräuchte nicht jeder ein Haus bauen, unabhängig von der Thematik.
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Exitone



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BeitragVerfasst am: Fr., 07.03.2008, 17:04    Titel: Antworten mit Zitat

zanderrama hat Folgendes geschrieben:
Der von mir benannte Blödsinn bezieht sich auf dieser vollkommen inakzeptablen Aussage, es bräuchte nicht jeder ein Haus bauen, unabhängig von der Thematik.


Natürlich haben nicht alle die Möglichkeit ein Haus zu bauen. Viele benötigen ja auch keins. Das hat ja auch etwas mit Umwelt zu tun. Wer Bedarfsgerecht wohnt spart ja auch Energie. Laughing

Zudem ist es nach Streichung der Eigenheimzulage von Frau Merkel auch nicht mehr jedem gegönnt.

Gruß EXE
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Bratwurst



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Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: Fr., 07.03.2008, 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hoffentlich habe alle, die sich hier gegen Kohle- und Kernkraftwerke wehren eine Solaranlage auf dem Dach, eine Windkraftanlage im Garten und einen Ökostromtarif gewählt...
oder geht es dann doch zu weit, wenn es an die eigene Geldbörse geht...
Smile
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Lympo



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Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: Sa., 08.03.2008, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

Exitone hat Folgendes geschrieben:

Was sollen wir den den nächsten Generationen sagen, Lebt in dem Dreck, weil wir auf Luxus nicht verzichten wollten, schade, das ihr alle Lungenkrank seid, weil Atomkraft und Kohlekraftwerke so effektiv waren und Windkraft haben wir nicht genutzt weil es so laute Geräusche von sich gab.


ich hoffe die erklärung folgt noch, warum atomkraft für lungenkrankheiten sorgt???!!!???
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Exitone



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Beiträge: 151
Wohnort: Emden

BeitragVerfasst am: Sa., 08.03.2008, 08:27    Titel: Antworten mit Zitat

Lympo hat Folgendes geschrieben:
Exitone hat Folgendes geschrieben:

Was sollen wir den den nächsten Generationen sagen, Lebt in dem Dreck, weil wir auf Luxus nicht verzichten wollten, schade, das ihr alle Lungenkrank seid, weil Atomkraft und Kohlekraftwerke so effektiv waren und Windkraft haben wir nicht genutzt weil es so laute Geräusche von sich gab.


ich hoffe die erklärung folgt noch, warum atomkraft für lungenkrankheiten sorgt???!!!???


Natürlich hast Du Recht, das sauberste ist die Atomkraft. Die Gefahren der Atomkraft liegen im weiterhin möglichen Super-GAU, dem hochgradig strahlenden Atommüll, für den es kein sicheres Endlager gibt, und der Bedrohung durch Terroristen. Das möchte ich natürlich auch meinen Kindern nicht antun.

Gruß EXE
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Daedalus



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Beiträge: 376
Wohnort: Emden

BeitragVerfasst am: Sa., 08.03.2008, 18:54    Titel: Re: Kraftwerk im Wybelsumer Polder Antworten mit Zitat

Bratwurst hat Folgendes geschrieben:
Wie vor einiger Zeit in der Tagespresse zu vernehmen war, plant der dänische Staatskonzern Dong Energy den bau eines 800MW Steinkohlekraftwerks im Wybelsumer Polder.


http://www.fdp-emden.de/presse/pressecenter.php3?pm_nummer=3028&table=bolinius

dort steht:

Zitat:
Als wichtigstes Ergebnis sehe ich nach den in den letzten Tagen geführten Gesprächen, dass überhaupt noch nicht feststeht, ob ein Kohle- oder ein Gaskraftwerk gebaut werden wird. Dies käme u.a. auch ganz auf die Politik der Bundesrepublik an, so der Manager Anders Boisen.
Auch in dem Pressegespräch am 7. Februar 2008 sei ganz eindeutig, und Stadtbaurat Andreas Docter hat mir das gestern noch einmal nachdrücklich bestätigt, nur von einem Kraftwerk gesprochen worden. Das geht auch ganz klar aus den Unterlagen von DONG hervor, die der Leiter von N-Ports, Berend Snippe, in dem Stadtplanungsausschuss der Stadt Emden am 7.2.08 per Baemer vorgestellt und den Ausschussmitgliedern und der Presse übergeben hat. Leider wurde in einigen Presseorganen nur von einem Kohlekraftwerk berichtet.
Ich habe den Eindruck, dass viele Bürgerinnen und Bürger und Interessenvertreter anderer Energiegewinnungsfirmen diese Tatsache nicht wahrnehmen wollen, weil es einfacher ist, nur gegen ein Kohlekraftwerk zu demonstrieren.


[...]

Zitat:
Ob ein Kohlekraftwerk oder ein Gaskraftwerk gebaut werde, hänge auch von der Politik der Bundesregierung ab. Zur Zeit befürworte diese, so die Aussage von Anders Boisen, anscheinend den Bau von Kohlekraftwerken.


EDIT: Link geht wieder.


Zuletzt bearbeitet von Daedalus am Di., 11.03.2008, 10:33, insgesamt einmal bearbeitet
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Bratwurst



Anmeldedatum: 14.02.2008
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: Di., 11.03.2008, 09:08    Titel: Antworten mit Zitat

Warum ist der Link nicht abrufbar? Sad
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zanderrama



Anmeldedatum: 14.02.2008
Beiträge: 91
Wohnort: Emden

BeitragVerfasst am: Di., 11.03.2008, 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

Folgendes steht in dem Link:
Zitat:
DONG-Energy: Es ist völlig offen, ob eine Kohlekraftwerk in Emden gebaut wird
FDP hat mit DONG Gespräche geführt
FDP-Fraktion / FDP-Vorstand Emden, den 9.3.08
Erich Bolinius, Fraktionsvorsitzender

An die
Redaktion

Geplantes Großkraftwerk in Emden (Wybelsumer Polder)

Es steht noch gar nicht fest, ob ein Kohlekraftwerk in Emden gebaut wird – aber es wird schon stark protestiert und so getan, als wenn die Entscheidung schon gefallen ist, das ist das Ergebnis mehrerer Gespräche
Hier: Darstellung meiner Gespräche und Kontakte mit der Firma DONG-Energy, Dänemark

Hintergrund in aller Kürze:

1.) DONG Energy hat mit Niedersachsen Ports einen Optionsvertrag geschlossen - ohne Bau-Verpflichtungen.
2.) Die Hafengesellschaft des Landes Niedersachsen (N-Ports) stellt eine 40 Hektar große Fläche für Kraftwerke zur Verfügung.
3.) Wenn die Voraussetzungen stimmen, will der dänische Energiekonzern DONG Energy in einigen Jahren im Industriegebiet im Wybelsumer Polder in Emden ein Großkraftwerk bauen.
4.) Die Entscheidung über den Bau eines Kraftwerkes soll nicht vor 2011 fallen. Wenn es kommt, würde es etwa 2015/16 ans Netz gehen.
5.) Die Investitionssumme beträgt nur für einen ersten Kraftwerksblock über eine Milliarde Euro.
6.) Die vorgesehenen Flächen liegen in einem Gebiet, welches das Land Niedersachsen gehört, und die für derartige Ansiedlungen vorgesehen sind. Dies alles ist im niedersächsischen Landesraumordnungsprogramm geregelt.

Namens der Emder FDP habe ich mehrere Gespräche mit dem zuständigen Manager von DONG-Energy, Anders Boisen, geführt und hierüber einen regen E-mail-Austausch gehabt. Eine Darstellung hierzu untenstehend.

Hintergrund war eine Einladung an DONG-Energy zu einer FDP-Informationsveranstaltung am 9. April 2008 um 19.30 Uhr in Heerens Hotel über das geplante Großkraftwerk im Wybelsumer Polder.

FAZIT der Gespräche:
Zur Zeit wird von DONG eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Bevor diese nicht vorliegt, möchte DONG nicht öffentlich auftreten. Die Studie soll Ende Juli 2008 vorliegen. Danach ist DONG bereit, uns das Ergebnis und die dann weitere Vorgehensweise (weitermachen oder abbrechen) vorzutragen.
Als wichtigstes Ergebnis sehe ich nach den in den letzten Tagen geführten Gesprächen, dass überhaupt noch nicht feststeht, ob ein Kohle- oder ein Gaskraftwerk gebaut werden wird. Dies käme u.a. auch ganz auf die Politik der Bundesrepublik an, so der Manager Anders Boisen.
Auch in dem Pressegespräch am 7. Februar 2008 sei ganz eindeutig nur von einem Kraftwerk gesprochen worden. Emdens Stadtbaurat Andreas Docter hat mir das am 7.3.08 noch einmal nachdrücklich bestätigt. Das geht auch ganz klar aus den Unterlagen von DONG hervor, die der Leiter von N-Ports, Berend Snippe, in dem Stadtplanungsausschuss der Stadt Emden am 7.2.08 vorgestellt und den Ausschussmitgliedern und der Presse übergeben hat. Diese liegen auch mir als Ausschussmitglied vor. Leider wurde in einigen Presseorganen nur von dem Bau eines Kohlekraftwerkes berichtet.

Ich habe den Eindruck, dass viele Bürgerinnen und Bürger und Interessenvertreter anderer Energiegewinnungsfirmen diese Tatsache nicht wahrnehmen wollen, weil es einfacher ist, gegen ein Kohlekraftwerk als beispielsweise gegen ein Gaskraftwerk zu demonstrieren.
Die Emder FDP wird in aller Ruhe beraten, Zeit ist genug vorhanden. Deshalb wird die Emder FDP unüberlegte Schnellschüsse zur Zeit – pro oder contra - hierzu nicht abgeben.

Am 9.4.08 wird sich die Emder FDP auf einer Veranstaltung ab 19.30 Uhr in Heerens Hotel weitere Informationen bei einer Podiumsdiskussion einholen.

x-x-x-x-x-xx-x-xx-
Infos zu den Kontakten mit GONG-Energy

Nachstehend eine zweite Mail vom 6.3.2008 an DONG, die erste war eine Einladung zu unserer Info-Veranstaltung am 9.4.08

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Emden Emden, den 6.3.2008
Erich Bolinius
Fraktionsvorsitzender
Zum Bind 25
26725 Emden


DONG-Energy
Anders Boisen
Projekt Development- Managaer
Overgade 45
7000 Fredericia - Dänemark

Großkraftwerk im Wybelsumer Polder
Unsere Einladung vom 22.2.08 zu einer Podiumsdiskussion am 9. 4.08
Ihr Anruf gestern

Sehr geehrter Herr Boisen,

ich komme zurück auf das gestern mit Ihnen geführte Telefongespräch über das geplante Großkraftwerk im Wybelsumer Polder.
Sie teilten mir u.a. folgendes mit:

1.) Es stehe überhaupt nicht fest, ob ein Kohle- oder Gaskraftwerk gebaut werde
2.) Es werde zur Zeit eine Machbarkeitsstudie zum Standort im Wybelsumer Polder erstellt.
Fertigstellung: etwa Juli 2008
3.) Geprüft werde u.a.:
>Netzanschluss für Stromabgabe möglich?
>Kann der Brennstoff angeliefert werden / Kohle oder Gas?
>Kühlanlagen möglich?
>Infrastruktur ausreichend oder was muss getan werden?
>Wer trägt die Kosten?

4.) Man stehe mit dem Umweltministerium Niedersachsen, N-Ports und Wasser- und Schifffahrtsamt bezüglich der Beantwortung dieser Punkte in Verbindung. Im Vorfeld habe man mit dem Oberbürgermeister Alwin Brinkmann und Stadtbaurat Andreas Docter Gespräche geführt.

5.) Wenn die Standortfrage positiv entschieden sei, dann erfolge eine 12-monatige Voruntersuchungsperiode. Erst dann werde geprüft, welche Technologie man einsetzen könne.
Fertigstellungstermin dieser Voruntersuchung hierfür frühestens Ende 2009.

6.) Nach einer positiven Standortfrage werde das Genehmigungsprogramm für Kohle oder Gas auf den Weg gebracht. Das könne bis 2011 dauern.

7.) Ab 2016 könnte nach Genehmigung dann ein Kraftwerk ans Netz gehen.
Man werde auch überprüfen, ob man beispielsweise bei einem Kohlekraftwerk zusätzlich Gasturbinen einsetzen oder Biomasse zuführen kann/soll.

Cool Auf meine nochmalige Abschlussfrage, ob anstatt eines Kohlekraftwerkes auch ein Gaskraftwerk gebaut werden könne, sagte Sie klar: JA!

9.) Bevor die Machbarkeitsstudie über den Standort Wybelsumer Polder nicht vorliegt, möchten Sie nicht an unserer Podiumsdiskussion am 9.4.08 teilnehmen.

10.) Nach Fertigstellung dieser Studie seien Sie aber bereit, im Spätsommer oder Frühherbst, zu uns zu kommen, um Rede und Antwort zu stehen. Dafür habe ich Verständnis gezeigt.

11.) Auf meine Frage ob ich diese Mitteilung auch öffentlich machen könne, haben Sie ebenfalls mit einem "Ja" geantwortet.

Sehr geehrter Herr Boisen,
um nichts falsch darzustellen, bitte ich Sie mir mitzuteilen, ob Sie die von mir aufgeführten oben aufgeführten Punkte so bestätigen können. Sie hatten ja auch hierzu eine Mail *) angekündigt.

Gerne erwarte ich kurzfristig eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen aus Emden
Erich Bolinius


x-x-x—x-x-
*) Diese Mail habe ich erhalten – siehe nachstehend -. Nach Erhalt der Mail hat Herr Boisen am noch einmal bei mir angerufen und meine o.a. Darstellung als richtig bestätigt.
Auf meine Frage, ob man schon im Jahre 2015 von einem emissionsfreien Kraftwerk, so wie der ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer (CDU) dies auf eine IHK-Veranstaltung in Emden ins Gespräch gebracht habe, ausgehen könne, sagte Herr Boisen, dass dieser Zeitpunkt sicherlich noch zu früh sei. Aber die dann in Betrieb gehende Kraftwerke würden weit weniger Emissionen verursachen und einen höheren Wirkungsgrad haben, als die heutigen. In seiner Firma würden zur Zeit zwei Pilotprojekte mit dem Ziel laufen, emissionsfreie Kraftwerke zu bauen.
Ob ein Kohlekraftwerk oder ein Gaskraftwerk gebaut werde, hänge auch von der Politik der Bundesregierung ab. Zur Zeit befürworte insbesondere Umweltminister Siegmar Gabriel (SPD) den Bau von Kohlekraftwerken.

x-x-x-x-x-x-x-x-x-x
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Anders Dan Boisen [mailto:ANDBO@dongenergy.dk]
Gesendet: Freitag, 7. März 2008 09:58
An: Erich.Bolinius@t-online.de
Cc: Jens Chr. Clausen; Jens Nybo Jensen; Riese, Christoph
Betreff: FW: Einladung des FDP-Kreisverbandes zu einer Podiumsdiskussion
- Kohlekraftwerk


Sehr geehrter Herr Bolinius,

ich komme auf unser Telefonat zurück und kann Ihnen hiermit bestätigen, dass wir nicht an der Podiumsdiskussion des FDP-Kreisverbandes am 9. April 2008 teilnehmen werden. Wir freuen uns über die Einladung, aber wir sind noch nicht zu einem öffentlichen Auftritt bereit.

Zum jetzigen Zeitpunkt läuft gerade eine Machbarkeitsstudie, in der wie den Wybelsumer Polder als Kraftwerksstandort beurteilen - u.a. in Bezug auf Netzanschluss, Kühlwasser, Anliegerplatz für Kohlelieferungen, FFH-Verhältnisse, Bodenverhältnisse und vieles mehr. Die Machbarkeitsstudie wird erwartungsgemäß im Juli erstellt sein, wonach wir beurteilen können, inwiefern der Wybelsumer Polder für uns als Kraftwerksstandort geeignet ist. Nach Erstellung der Machbarkeitsstudie können wir Ihnen mehr über unsere Möglichkeiten und Pläne berichten, und wir werden dann diesbezüglich auf Sie zurückkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Anders Boisen
Project Development Manager

Project Development
DONG Energy Power

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ConReb



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BeitragVerfasst am: Mi., 19.03.2008, 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ein schwieriges Thema, da viele Oberlehrer mitmischen wollen, die von den technischen Hintergründen NULL Ahnung haben, aber einen auf allwissenden Öko machen... siehe einige üble bis grottige Leserbriefe in der EZ, die das Niveau der "ich wollte aber keine große blaue Tonne"-Leserbriefe nur knapp überschreiten.

Also - ich brauche auch weiterhin Elektrizität. Zwar versuche ich seit Jahrzehnten, unnötigen Verbrauch zu verhindern, aber das hat ökonomische Grenzen, genau wie die thermische Isolation eines Hauses.

Wäre schon ziemlich assig, zu sagen, baut das Kraftwerk irgendwo, nur nicht in meiner Nähe. Allenfalls muss man noch überlegen, ob es nicht leerere Regionen (Knock) gibt, wo es noch weniger stören würde. Ich persönlich hätte auch nichts gegen ein AKW an der Knock, wie gesagt, wenn man weiss wie sowas funktioniert, sieht man es ruhiger und gelassener...

Regenerative Energien sind derzeit Murks, insbesondere solange die Einspeiser (die meist nur darauf aus sind, dank Enreuerbare Energien Gesetz Fördergelder und irre hohe Vergütungen abzuzocken) nicht gezwungen werden können, die Energie kontinuirlich und damit verlässlich einzuspeisen. Diesen verlogenen Öko-Wahn bezahlen wir übrigens alle : durch hohe Zuschläge auf unsere Energiekosten !

Zum CO2 sage ich nur "Klimalüge", das ist ein langes Thema für sich (hatten wir hier schonmal angekratzt).

Unter dem Strich - bauen, vielleicht etwas weiter draussen.

"Harte" Textteile sollen garnicht so klingen ! Wink
_________________
Mit freundlichem Gruß,
ConReb
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Berthold



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BeitragVerfasst am: Mo., 24.03.2008, 16:15    Titel: Kraftwerk in Emden Antworten mit Zitat

Folgende Informationen:
1. Die Fa. DONG läßt z.Zt. eine Machbarkeitsstudie erstellen. Das Ergebnis wird Mitte des Jahres erwartet.
2. Gaskraftwerk: Je direkter die Primärenergie in Strom umgewandelt wird, desto geringer sind die Verluste. Forderung: Gasmotoren mit direkt gekuppelten Generatoren verwenden.
3. Je mehr Windmühlen in Betrieb gehen, desto mehr Kraftwerke werden benötigt, um die unsteten Sromlieferungen auszugleichen. Forderung: Neue Windmühlen nur noch mit ausreichender Speicherkapazität genehmigen.
M.f.G. Berthold
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ConReb



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BeitragVerfasst am: Mo., 24.03.2008, 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Berthold !

Insbesondere Punkt 3 kann ich nur unterstreichen. Ein Unding, dass es überhaupt möglich ist, horrende Fördergelder und Vergütungen zu kassieren, obwohl man keine kontinuirliche Versorgung gewähren kann.

Wohlgemerkt : das richtet sich nicht gegen den kleinen Abzocker von nebenan, der sich eine kleine Photovoltaikanlage aufs Dach setzt und von seiner Nachbarschaft über das EEG finanzieren läßt ! Es richtet sich insbesondere gegen die heuschreckenfinanzierten Windkraftfonds, die Spargel in die Landschaft setzen um damit zwielichtige Finanzgeschäfte und Steuersparfonds durchzuziehen. Solche Machenschaften wurden durch total vergeigte und schlampige Gesetze in rotgrüner Zeit erst möglich (EEG), kein Wunder wenn man heute mal schaut, wer bei diversen Windenergie- und Energiekonzernen in den Aufsichtsräten sitzt...
_________________
Mit freundlichem Gruß,
ConReb
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Berthold



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BeitragVerfasst am: Di., 25.03.2008, 08:46    Titel: Kraftwerk in Emden Antworten mit Zitat

Noch einige Informationen, die man nicht in der Zeitung findet:
1. Kohlekraftwerk: Der Schornstein sollte nicht wesentlich höher als die gesetzlich vorgeschriebene Mindesthöhe sein. Grund: Nach TA-Luft steigen die zulässigen Emissionen mit zunehmender Schornsteinhöhe.
2. Der Quechsilberausstoß kann heute mit Aktivkohlefiltern, die mit Schwefel bestückt sind, fast vollständig ausgesondert werden. Grund: Quecksilber verbindet sich sehr willig mit Schwefel. Solche Filter werden heute schon bei Müllverbrennungsanlagen mit gutem Erfolg eingesetzt.
3. Sobald ein Dampfkraftwerk eingesetzt wird, stellt sich die Frage nach der Nutzung der Abwärme. Dazu fehlen noch gute Ideen.
M.f.G. Berthold
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Exitone



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BeitragVerfasst am: Di., 25.03.2008, 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich habt ihr im Prinzip recht. Unwirtschaftlich ist die regenerative Energie derzeit auf jeden Fall. Leider ist unser Staat auch nicht in der Lage dieses kurzfristig zu ändern. Wer sich ein wenig mit der Materie beschäftigt, bemerkt allerdings sehr wohl, das es Jahr für Jahr gewisse Vortschritte im Bereich Windenergie gibt.
Ziel sollte sein, Strom in grossem Umfang kostenguenstig zwischenzuspeichern. Auch die Umsetzung kurzfristige Stromschwankungen durch einen Schwungradspeicher abzufangen ist sicherlich bereits ein kleiner weg.
Andere Länder gehen da bereits andere Wege. Seit ein paar Jahren setzt Cuba z.B. auf BHKW und selbst Norwegen ist da etwas fortschrittlicher wie wir. Die Tests die Norwegen auf der Insel Utsira durchführt, finde ich wesentlich besser als Diskusionen zu führen ob Kohlekraftwerke in Deutschland zu installieren. Ich persönlich würde soetwas hier auch begrüßen.
Sollte man es schaffen die WKA in Europa gleichmäßig zu verteilen, ist das Problem der auftretenden Stromschwankungen wesentlich geringer. Vorausgesetzt man schaft eine Strompipeline wie es Brasilien bereits gebaut hat. Wind wird es in Europa immer irgendwo geben, somit fallen Flauten an anderen Stellen nicht wirklich ins Gewicht.
Dieses ist sicherlich nicht von Jetzt auf Gleich umzusetzen, aber mit etwas Geduld wird man es schon schaffen.
Wer allerdings diese Technologie als "Murks" abtut und uns an der Knock ein AKW bauen will, der wird sicherlich die Brennstäbe die dort anfallen auch gerne in seinem Keller lagern wollen. Razz

PS: letzten Satz konnte ich mir nicht verkneifen, ist nicht böse gemeint.

Gruß EXE
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